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Feigenkaktus: Alles, was du darüber wissen musst!

feigenkaktus züchten

Der Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) stammt wie alle Kakteen vom amerikanischen Kontinent. Dort wird er gerne als Hecke zur Begrenzung von Gärten genutzt. Er ist berühmt für seine süßen Früchte und wird häufig auch fälschlicherweise als Kaktusfeige bezeichnet, obwohl damit eigentlich nur die Früchte gemeint sind. Zudem sind die Früchte sowie die Blätter der Opuntia ficus-indica Teil des Speiseplanes in Südamerika.

Der Mensch hat den Feigenkaktus über den gesamten Erdball verteilt, so dass man ihn mittlerweile auch auf anderen Kontinenten vorfinden kann. Insgesamt gibt es mehr als 200 Arten des Feigenkaktus. In freier Natur kann er drei bis fünf Meter Höhe erreichen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kakteen ist der Feigenkaktus weder säulenförmig noch kugelförmig. Stattdessen bildet er scheibenförmige Blätter aus.

Frucht

Die Frucht des Feigenkaktus, die Kaktusfeige, ist sehr schmackhaft. Sie bildet sich aus den gelben Blüten heraus, welche im Frühjahr und Sommer gebildet werden. Das erste Mal trägt ein Feigenkaktus nach etwa drei bis vier Jahren. Wenn die Früchte reif sind, verfärben sie sich gelblich bis purpur und werden weich. Die Schale der Kaktusfeigen ist nicht essbar und sollte auf den Kompost gegeben werden. Das Innere kann man wie eine Kiwi auslöffeln.

Anzucht

Den Feigenkaktus kann man problemlos als Steckling vermehren. Dafür schneidet man einfach eines der Blätter ab und steckt es in die Erde. Während der ersten ein bis zwei Wochen solle man kein Wasser geben. In wenigen Wochen treibt der Ableger vom Feigenkaktus dann Wurzeln aus.

Wer den Feigenkaktus aus Samen ziehen möchte, sollte diese nicht mit Erde bedecken, sondern nur leicht aufdrücken. Die Erde sollte feucht sein, aber nicht nass. Im Idealfall kommt die Saat in ein Mini-Gewächshaus. Die Keimdauer ist bei Opuntia ficus-indica sehr unterschiedlich. Zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten ist da alles möglich.

 Tipp: Als oberste Schicht kannst Du anishaltigen Vogelsand verwenden. Er hat eine desinfizierende Wirkung und mindert so die Gefahr von Pilzbefall

Pflege

  • Substrat: Der Feigenkaktus sollte in einem mineralischen Substrat untergebracht sein. Es sollte sandig sein, luftdurchlässig und nährstoffreich. Die oberste Schicht kann man auch mit feinem Kies abdecken.
  • Standort: An den Standort hat Opuntia ficus-indica keine allzu großen Ansprüche. So sollte der Kaktus natürlich an einem sonnigen und luftigen Standort stehen. Im Sommer kann man ihn auch rausstellen in die Sonne, wofür er sich mit einem stärkeren Wachstum bedanken wird. Im Winter kann man ihn bei an einem kühlen Standort lagern. Im Wohnzimmer kann man ihn aber auch überwintern.
  • Bewässerung: Es ist klar, dass der Feigenkaktus nicht im Wasser stehen sollte. Grundsätzlich kann er aber schon ganz gut gegossen werden; inbesondere dann, wenn er im Sommer in der direkten Sonne steht. Düngen kann man etwa alle zwei Wochen, allerdings nicht im Winter. Zudem sollte in der kalten Jahreszeit auch nur minimal gegossen werden.